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Leben unterm Windrad

  • Autorenbild: WKA-Guenterstal
    WKA-Guenterstal
  • 30. Sept.
  • 2 Min. Lesezeit

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10.09.2025

Liebe Alle,


Für alle, die mich nicht kennen, ich wohne mit meinen Eltern und meiner Tochter, in nur 480m Entfernung zum WKA am Taubenkopf, im Wald. Wir sind also am nächsten zu einem der größten Windturbinen - Versuchskaninchen. 

Ich mache es kurz: uns geht es gesundheitlich sehr schlecht, wenn der Wind weht. Und nun beginnt die Saison sozusagen erst. Ich nenne, was hier mit uns geschieht, Mord auf Raten. Es gibt genügend Informationen zum Thema Infraschall. Ja, ich meine den nicht hörbaren Lärm, der immer noch von Vielen angezweifelt wird. Wer sich damit beschäftigt, weiß um die Gefahren. Natürlich hören wir die Anlage auch, abhängig von Windrichtung und Geschwindigkeit mal mehr mal weniger. Das nervige Geräusch des Motors und die dauerhafte Startbahn, stören sehr. Über den Eingriff in die Natur, die Sorge direkt unter dem WKA zu wohnen etc, rede ich gar nicht erst.

Gut schlafende Nächte bestimmt nun der Wind und die Fledermaus. Unser Zuhause ist nicht mehr der sichere Hafen und friedliche Rückzugsort, der es einst war.


Meine Zeit für Diskussionen pro und contra ist vorbei. Es gibt kein PRO, so einfach ist das. Wir haben, wie auch die Anderen, in all den Jahren von Beginn an, viel kostbare Lebenszeit, Nerven und Geld in den „Kampf“ gesteckt.

Meine Eltern mussten wegen gesundheitlicher Probleme, aufgrund der sie umzingelnden Windräder (und die waren nur 100 m hoch), bereits ihr letztes Haus für einen Bruchteil des Wertes verkaufen, nur um hier wieder in die gleiche Situation zu kommen.


Meines Erachtens, ändert sich erst etwas, wenn die großzügigen “Subventionen“ wegfallen oder möglichst viele selbst von Lärm und insbesondere den gesundheitlichen Auswirkungen des Schalls betroffen sind und die ersten Brownouts kommen. 

Ich bin traurig, dass unser Leben so zerstört wird. Nicht eine Behörde, der Projektierer, der Bürgermeister oder andere Profiteure haben bisher gefragt wie es uns geht seit das WKA läuft, Hilfe oder eine Entschädigung  angeboten. Nein, im Gegenteil....


Viele Grüße und stille Nacht


Ein anonymes Mitglied



 
 
 

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