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Electricity Maps

  • Autorenbild: WKA-Guenterstal
    WKA-Guenterstal
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 18 Stunden

Hier die Seite Electricity Maps der europäischen Netzbetreiber mit Erläuterungen dazu!



Die Seite electricitymaps.com am besten auf PC, nicht auf dem Handy, weil Display zu klein, öffnen. Jedes Land kann angeklickt werden. Allein schon an der Farbe sieht man, wieviel CO2 beider Stromerzeugung erzeugt wird. Fahrt mit der Maus über Deutschland: Es ist meist recht braun (=schmutzig) eingefärbt. Jetzt über das grün gefärbte Frankreich. Im Schnittstößt Deutschland so ungefähr das Zehnfache an CO2 aus wie Frankreich.


Die linke Seite der Graphik zeigt welcher Stromerzeuger gerade liefert und wieviel. Jetzt noch zu der berechtigten Frage, wieso gerade das Land mit den meisten ca.30.000 Windkraftanlagen die schmutzigste Stromerzeugung in Europa hat. Gerechtigkeitshalber muss man sagen, dass Polen noch dreckiger produziert, aber die haben momentan ausschließlich Kohlekraftwerke. Polen ist noch dunkler als Deutschland auf der Karte.


Wir alle wissen, dass Wind und Sonne nicht nach Bedarf liefern (Anfang November war eine Woche Dunkelflaute) und deshalb braucht es dringend sogenannte Reservekraftwerke oder Backup-Kraftwerke für sonnenlose/windlose Flaute. Die sind aber ausnahmslos fossil!


Hätten wir effektive Großspeicher, wäre das alles kein Problem. Haben wir aber nicht, nicht einmal ansatzweise. Wenn man alle Batteriespeicher Deutschlands zusammen rauschen lässt, wird Deutschland, das Industrieland, gerade mal 2 Stunden versorgt, dann versinkt es im Blackout. Noch ein pikantes Detail: Selbst bei kräftigem Wind können Windkraftanlagen bei einem Blackout das Stromnetz nicht wieder aufbauen, weil sie selber am Netzstrom hängen!! Windkraftanlagen benötigen konstant Strom – Steuerungs- und Regeltechnik und um sie betriebsbereit zu halten.


Um das Netz wieder aufzubauen, braucht es Pumpspeicherkraftwerke und Kohle- bzw. Gaskraftwerke. Wir kommen ohne Atom nicht dran vorbei...Dazu kommt, dass Wind und Sonne, selbst wenn sie liefern, niemals gleichmäßig liefern. Also braucht es Techniker, die die Backup-Kraftwerke je nach Bedarf ständig auf- und abregeln, denn: STROM MUSS IM AUGENBLICK SEINER ENTSTEHUNG VERBRAUCHT WERDEN.


Die Kosten im Jahr 2025 für diese sogenannten Redispatch-Maßnahmen: ca. 2,7Mrd. EUR!!Und wenn die Reservekraftwerke nicht reichen, heißt es mal wieder: Französischen Atomstrom importieren!


Seit der Sprengung der AKW's ist Deutschland von einem Netto-Exportland zu einem Netto-Importland von Strom geworden. Die linke Seite der Graphik auf electricitymaps ist ebenfalls sehr interessant: Man sieht, welcher Stromerzeuger gerade liefert und wieviel. Beispiel: Auf Deutschland klicken und mit der Maus auf die farbigen Balken gehen. Bei 'Solar' bleibt es in der Nacht grau - Kein Strom aus Sonne...


Man erfährt den deutschen Stromverbrauch in GW (Gigawatt), wenn man mit dem Pfeil auf die Balken links geht und erfährt die installierte Leistung an Solar und Wind.(Deutschland benötigt am Tag ungefähr 75GW, da kann man sich vorstellen, wieder Strompreis an einem sonnigen, windigen Tag in den (negativen) Kellergeht.)Der Faktor bei den Einheiten ist immer 1000:1000kW=1MW (Megawatt) Und1000MW sind dann 1GW (Gigawatt). Die nächste Einheit ist dann Terawatt mit einem 'r', also 1000GW.


Das Holzschläger-Repoweringwindrad, eine E-160, hat eine N e n n leistung von 6MW, die es selten erreicht. Heute standen übrigens wieder alle drei Räder am Schauinsland. Ich gebe die Frage zurück: Wo soll derStrom denn bloß herkommen?Für heute genug - mein Tipp: Jeden Tag geduldig auf die Seite gehen undschauen. Mit der Zeit erlebt man wirklich blaue Wunder, kriegt ein Gefühl für die Einheiten/Größenordnungen usw...

 
 
 

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