top of page

Bericht über die Infoveranstaltung der BI Windkraft Günterstal

  • Autorenbild: WKA-Guenterstal
    WKA-Guenterstal
  • vor 2 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 20 Stunden


Am Samstag, 24.01.26 hielten wir, die BI Windkraft-Günterstal, mit Prof. Dr. Goldscheider und Prof. Dr. Heindl eine Infoveranstaltung ab. Die BZ Freiburg war vor Ort.


Hier mal wieder ein Beispiel wie unseriös die Presse berichtet:


Eine sachliche Zusammenfassung unserer Veranstaltung, verfasst von Adrian Kempf, finden Sie in unserem letzten Beitrag:



Kritische Kommentare zum Artikel


Kommentar an die BZ vom 27.01.2026 von Adrian Kempf


Sehr geehrte Frau Blum,


Ihr Artikel zur Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative Windkraft Günterstal ist kein neutraler Bericht, sondern ein Beispiel für journalistisches Framing, das fachliche Argumente systematisch entwertet, ohne sie inhaltlich zu prüfen oder zu widerlegen.


Zwei ausgewiesene Wissenschaftler haben an diesem Abend zu Hydrogeologie, Waldökologie, Energiephysik, Netzstabilität und Systemkosten vorgetragen. Statt diese Inhalte sauber einzuordnen, reduzieren Sie die Veranstaltung auf Schlagworte wie „streitbar“, „Kernenergie-Befürworter“ und angebliche Einseitigkeit. Das ist keine Analyse, sondern Etikettierung.


Besonders problematisch ist, dass Sie zentrale fachliche Aussagen von Prof. Goldscheider unterschlagen oder verkürzen: die geringe Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung im Schwarzwald, irreversible Eingriffe durch Rodung, Bodenverdichtung und Zuwegung, reale Risiken durch Betriebsstoffe, PFAS und Rückbau. Stattdessen zitieren Sie pauschale Behördenformeln wie „wird berücksichtigt“ – ohne kritisch zu hinterfragen, was das konkret bedeutet und ob Risiken dadurch ausgeschlossen sind. Berücksichtigt heißt nicht widerlegt.


Auch die wirtschaftlichen Argumente von Prof. Heindl werden verzerrt dargestellt. Sie verweisen auf Fraunhofer-Zahlen zu reinen Erzeugungskosten, verschweigen jedoch genau das, was Gegenstand seines Vortrags war: Netzausbau, Speicherbedarf, Reservekraftwerke, Abregelung und Subventionen. Wer Systemkosten ausblendet, betreibt keine Aufklärung.


Besonders befremdlich ist Ihr Versuch, fachliche Kritik über Personen zu delegitimieren: Die Mitgliedschaft von Prof. Goldscheider in einer sicherheitsbezogenen Expertengruppe wird insinuativ als Interessenkonflikt dargestellt – ohne jeden Beleg. Sicherheitsgremien werden mit Fachleuten besetzt, nicht mit Aktivisten. Diese Unterstellung ist journalistisch unseriös.


Ebenso unerquicklich ist die Herabwürdigung von Prof. Heindl über seine formale Professur oder eine Patentanmeldung. Ob Ideen marktreif sind, entscheidet technische und wirtschaftliche Prüfung – nicht Spott. Wer keine Argumente entkräften kann, greift offenbar zur Personalisierung.


Der Verweis darauf, dass einzelne Zuhörer die Halle verlassen hätten, ist schließlich reines Stimmungsjournalismus-Niveau. Wissenschaftliche Aussagen werden nicht durch Kopfschütteln widerlegt.


Kritische Fragen zum Ausbau der Windkraft sind kein Angriff auf den Klimaschutz. Sie sind Voraussetzung für Glaubwürdigkeit, Akzeptanz und verantwortungsvolle Planung – gerade in sensiblen Wald- und Quellgebieten. Ihr Artikel trägt dazu leider nichts bei.


Ich erwarte von einer Regionalzeitung keine Parteinahme, wohl aber eine faire, inhaltlich präzise und ausgewogene Darstellung. Davon ist dieser Beitrag weit entfernt.


Mit freundlichen Grüßen


Adrian Kempf

Und mehr zum Lesen auf seiner Website:



Kommentar an die BZ vom 27.01.2026 von der BI Windkraft Günterstal


Sehr geehrte Frau Blum, sehr geehrter Herr Schröter, sehr geehrte Damen und Herren,


Frei nach dem Motto: „Jetzt wischen wir der Bürgerinitiative mal so richtig eine aus“, wurde der Artikel von Frau Blum verfasst. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Bericht von bestimmten Entscheidungsträgern der Stadt Freiburg gesteuert geschrieben wurde. Man wundert sich auch nicht, dass die Auflagenstärke der Badischen Zeitung vor dem Hintergrund einer so einseitigen Berichterstattung immer mehr zurückgeht. Der Bericht enthält bewusst eingebaute tendenziöse zahlreiche inhaltliche Fehler. Mit freier unabhängiger Berichterstattung hat das nichts zu tun. Von Frau Blum wird suggeriert, dass die Referenten mit nicht wissenschaftlich belegten Inhalten auftraten, was nicht korrekt ist, zu allen Folien waren stets seriöse Quellen angegeben. Die Autorin scheint nicht verstanden zu haben, um was es inhaltlich ging, oder verdreht die Fakten frei nach Donald Trump wie es ihrer Haltung/Wunschvorstellungen entspricht. Die Headline, die Bürgerinitiative suche Argumente gegen den Ausbau weiterer Windkraftanlagen ist ebenso falsch. Es ging um die Information von interessierten Bürgern. Dazu wurden hoch anerkannte und nicht streitbare Referenten eingeladen. Zusammengefasst, der übelste Artikel, den ich je in der BZ gelesen habe, der nur darauf ausgerichtet ist, die BI und die Referenten in einem schlechten Licht dastehen zu lassen, unterste Schublade.


Dies ist mein Kommentar zu diesem unsäglichen Artikel, freie Presse ade. 


Mit freundlichen Grüßen Andreas Leipold-Weißenfels


gesendet im Namen der Bürgerinitiative WINDKRAFT Günterstal




Konkrete Kritik am Artikel direkt am Text festgemacht

von Adrian Kempf


1. Simulierte Debatte durch sprachliche Zuschreibung („entgegnet“, „kontert“)


Im Artikel werden Aussagen der Referenten mehrfach mit Formulierungen wie „die Stadt entgegnet“ oder „Rathaussprecherin Amann kontert“ beantwortet. Diese Begriffe stammen aus der Logik einer unmittelbaren Debatte. Tatsächlich waren die genannten Sprecherinnen jedoch nicht anwesend, und den Referenten wurde keine Möglichkeit zur Replik gegeben.


Unabhängig davon, ob formal suggeriert wird, die Sprecherinnen seien vor Ort gewesen, entsteht für die Leserschaft faktisch der Eindruck eines direkten Widerworts – eines argumentativen Korrektivs ohne Dialog. Das überschreitet die Grenze zwischen Bericht und Bewertung.


2. Asymmetrische Autoritätszuschreibung


Während die Referenten konsequent mit Formulierungen wie „seiner Meinung nach“, „Goldscheider meint“ oder „Heindl lobte“ eingeführt werden, erscheinen Aussagen von Stadt, Ministerium und Fraunhofer-Institut als sachliche Einordnung oder faktische Richtigstellung.


Diese sprachliche Asymmetrie erzeugt ein klares Framing: Referenten = subjektiv, Institutionen = objektiv. Eine Kennzeichnung der jeweiligen Interessenlage – etwa der Stadt Freiburg als Projektträgerin – erfolgt hingegen nicht. Auch dies ist keine neutrale Abbildung, sondern eine lenkende Gewichtung.


3. Vorab-Wertung durch Charakterisierung der Referenten


Bereits im Vorspann werden die Referenten als „streitbar“ bezeichnet. Dieser Begriff ist kein neutral-deskriptiver, sondern ein wertender Charakterbegriff, der den Leser noch vor der Darstellung der Inhalte auf eine bestimmte Lesart einstimmt.


Bemerkenswert ist zudem, dass sich dieses Attribut auf die Haltung zur Kernenergie bezieht, obwohl der thematische Schwerpunkt der Veranstaltung der Ausbau von Windkraftanlagen war. Auch hier wird eine inhaltliche Verschiebung durch sprachliche Rahmung vorgenommen.


Unsere Kritik richtet sich ausdrücklich nicht gegen das Einholen von Gegenpositionen an sich. Sie richtet sich gegen deren Art der Einbettung, die im Ergebnis nicht zu Ausgewogenheit führt, sondern zu einer strukturellen Überordnung behördlicher Aussagen gegenüber wissenschaftlichen Referenten einer Bürgerinitiative.


Das ist der Kern unseres Anliegens.























 
 
 

Kommentare


bottom of page